Wissenswertes

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Einige Rubriken sind nur teilweise bzw. noch nicht inhaltlich aufbereitet.

Teile können exemplarische, zur Veranschaulichung dienende Daten enthalten.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Sie haben noch Fragen zur Arbeit unserer Rehkitzrettungsgruppe Wippra?

In diesem Bereich haben wir die wichtigsten Informationen und Antworten für Sie zusammengestellt. Sollten Sie hier nicht die passende Antwort finden, zögern Sie nicht, uns direkt zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Was tun wir?

Die Deutsche Wildtierrettung e. V informiert und klärt über die heutigen Möglichkeiten sowohl der praktischen als auch der rechtlichen Anwendung zur Jungwildrettung auf, vernetzen die örtlichen Teams und sind deutschlandweit die Plattform für Jungwildretter. Zudem setzt sich der Verein mit der Vermittlung von Patenschaften für die finanzielle Förderung von Drohnenflugeinsätzen zur Jungwildrettung ein.

Ziel der Deutschen Wildtierrettung ist, dass flächendeckend Rettungsteams für die Jungwildrettung zur Verfügung stehen.

Wer ist zur Jungwildrettung verpflichtet?

Grundsätzlich ist der Landwirt zur Jungwildrettung verpflichtet, denn nach §

17 Tierschutzgesetz macht sich strafbar, wer einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

Das Risiko des Mähtodes für unser Jungwild ist jedem Landwirt bekannt.

Wegen Verstoß gegen diese Vorschrift sind bereits vereinzelt Landbewirtschafter

strafrechtlich belangt worden.

Mit dem Jagdrecht untrennbar verbunden ist aber das Recht und die Pflicht zur Hege der Wildbestände. Zur Hege gehört auch die Erhaltung eines gesunden Wildbestandes. Danach besteht auch für

den Jäger die Verpflichtung, sein Möglichstes zu tun, um das Ausmähen von Jungwild zu verhindern. Erfolgt die Jungwildrettung durch zeitweises Fangen, ist zwingend der Revierinhaber zu beteiligen. Ausgeübt werden darf das Fangen nur von Jagdscheininhabern.

Welche Fläche schafft ein Drohnenteam am Tag?

Da der Drohneneinsatz nur in den frühen Morgenstunden erfolgen kann, ist die Einsatzzeit eines Drohnenteams beschränkt. Ende April/Mai ist der Erdboden spätestens ab halb neun so angewärmt, dass der Kontrast zwischen Wildtier und Untergrund nicht mehr stark genug und die Wärmebildkamera die Jungtiere nicht mehr zuverlässig identifiziert. Wenn ein Team morgens um halb fünf startet und selten umgesetzt werden muss (alle abzufliegende Flächen sind in unmittelbarer Nähe), kann eine Grünlandfläche von bis zu 80 Hektar (circa 80 Fußballfeldern) abgeflogen werden.

Sind die Flächen kleiner und muss das Team den Standort wechseln, kann je nach Entfernung eine geringere Fläche abgeflogen werden.

Die angebliche Tierliebe der Jäger und Landwirte ist nur vorgeschoben. Später werden die Kitze doch geschossen.

Mit der Jagd und dem erfolgreichen Beutemachen wollen die Jäger unsere heimischen Wildtiere auch nutzen. Das setzt schon eine gewisse Größe des zu erlegenden Wildes voraus. Die heimischen Jäger gewinnen durch die Jagd ein wertvolles Lebensmittel aus der Region.

Die moderne Waffentechnik erlaubt ein zumeist schmerzfreies Töten im eigenen Lebensraum. Der Tod durch Kreiselmäher ist unvergleichlich grausamer. Gleichzeitig kann das getötete Wild nicht genutzt werden, sondern verunreinigt durch tierisches Eiweiß auch noch das durch die Mahd gewonnene Heu.

Welche Wildtiere werden gerettet?

Mit Maßnahmen der Jungwildrettung werden Rehkitze, Kälber von Rot- und Damwild, Junghasen, Gelege von Bodenbrütern, aber auch Amphibien und Reptilien gerettet.

Hat der Landwirt auch ein wirtschaftliches Interesse an erfolgreicher Jungwildrettung?

Wenn Jungwild in einen Kreiselmäher gerät und totgeschreddert wird, bedeutet dies nicht nur einen grausamen Tod, sondern auch eine Verunreinigung der durch die Mahd gewonnenen Futtermittel mit Tierkadavern oder Kadaverflüssigkeiten. Dadurch besteht die Gefahr von Botulismus, einer Krankheit, die landwirtschaftliche Nutztiere ernsthaft krankmachen kann. Wird ein Jungtier getötet, darf der Landwirt das verunreinigte Futter nicht verwenden und erleidet dadurch einen wirtschaftlichen Nachteil.

Darf sich jeder bei der Jungwildrettung engagieren?

Generell kann sich jeder bei der Jungwildrettung engagieren, dafür braucht es keinen Jagdschein. Vorher muss die Mithilfe mit dem Jagdausübungsberechtigten (meistens der ortsansässige Jäger, der auch die Jungwildrettung koordiniert) abgestimmt werden. Wer ohne Zustimmung und Mitwirkung eines Jagdausübungsberechtigten Wild aufsucht, dem kann unter Umständen Wilderei (Straftat) vorgeworfen werden.

Um Jungwild vor dem Ausmähen zu bewahren, wird seit Jahrzehnten entweder mit Hunden gesucht oder die Fläche vor dem Mähen durch verschiedenste Vergrämungsmittel gesichert. Warum muss es heute eine Drohne sein?

Unsere Kulturlandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt.

Einhergehend mit der Aufgabe vieler landwirtschaftlicher Betriebe sind die Schlaggrößen heute mit den Flächen früherer Jahrzehnte nicht mehr vergleichbar. Kreiselmäher haben häufig eine Arbeitsbreite von bis zu neun Metern.

Traditionelle Kitzrettungsmethoden kommen da schnell an ihre Grenzen. Wenn die Landwirtschaft zur rationellen Bewirtschaftung modernste Landtechniken einsetzt, dürfen die Jäger nicht auf den technischen Stand der letzten Jahrzehnte stehen bleiben. Grünlandschläge in den heutigen Größenordnungen lassen sich am effektivsten nur mit Drohne und Wärmebildkamera sichern.

Was ist ein Drohnen-Team?

Ein Drohnenteam besteht aus mindestens vier Personen: einem Piloten und drei Jungwildrettern. Die Aufgabenverteilung im Team sieht wie folgt aus: Der Pilot übernimmt die Einsatzleitung, er fliegt bzw. navigiert die Drohne und überwacht die Aufnahmen der Wärmebildkamera. Dabei hält er Funkkontakt und koordiniert die Jungwildretter. Diese suchen systematisch die Fläche ab und setzen gefundene Jungtiere in Transportboxen außerhalb des Gefährdungsbereichs ab. Ist die Fläche erfolgreich abgemäht, wird das Jungwild wieder freigelassen. Muttertiere finden ihre Jungen ohne Probleme wieder.

Ich habe ein einzelnes Rehkitz gefunden. Was soll ich tun?

In erster Linie NICHT ANFASSEN. Oftmals ist die Ricke unterwegs und kommt regelmäßig zum Säugen. Es ist immer gut, das Kitz eine Weile zu beobachten. Sollte es verstärkt und dauerhaft rufen und keine Ricke erscheint, ist es nicht falsch die örtliche Polizeistelle darüber zu informieren. Diese hat eine Liste der Jagdpächter und kann diesen informieren, der dann übernimmt.

Sind es wirklich so viele Kitze die Ihr da findet ?

Die Anzahl ist von Feld zu Feld unterschiedlich. Mal ist es keins, weil die Ricken noch nicht gesetzt haben, mal sind es auch auf einem Feld 4-5 Stück. Je nach Größe und Wildbestand.

Auch variiert es von Jahr zu Jahr. Die Natur reguliert die Setzzeit. Sind die Nächte noch lange kalt, setzt die erfahrene Ricke ihr Kitz erst später. So kann es schon mal sein, dass die ersten Einsätze ohne Fund beendet werden. Lieber suchen wir einmal mehr ab, als das dann doch ein Kitz vermäht wird. In der Summe an sich, sind es jährlich bundesweit über 22.000 Kitze, die von aktiven Kitzrettungen vor dem Mähtod bewahrt werden.

Ist das nicht zu viel Stress für die Kitze ?

Das Abfliegen an sich ist für das Kitz absolut stressfrei. Durch die Flughöhe der Drohne bekommen die davon nichts mit. Wenn der Pilot die Drohne bis maximal fünf Meter über dem Boden absenkt und das Kitz dann bereits flüchtet, ist es für uns ein Zeichen, dass es groß genug ist allein aus dem Feld zu gehen, sobald das laute Mähwerk anrückt. Der Maschinenführer wird aber auch darüber von uns informiert, trotzdem achtsam zu sein.

Das Sichern ist natürlich ein kurzer Stressfaktor für die Kleinen. Allerdings gehen wir schnell und trotzdem behutsam vor, um den Pegel so niedrig wie möglich zu halten. Sobald die Boxen sicher abgestellt sind und wir uns wieder entfernen, beruhigt sich das Kitz recht schnell.